sharon soneff: art journals & creative healing

auf dieses buch war ich wirklich neugierig – ich hab ja seit 20 jahren eine chronische darmerkrankung (colitis ulcerosa), die meine lebensqualität durchaus einschränkt und die je nach aktivitätszustand (zur zeit leider wieder ziemlich) deprimierend wirken kann. ich hoffe, ich kann auch wirklich persönlichen nutzen daraus ziehen und endlich mal ein journal zu diesem thema beginnen (das natürlich nichts für die öffentlichkeit ist…).

alsooooo… zunächst ist das mal kein buch zum einfach durchblättern, wie so viele andere “art journal” veröffentlichungen der letzten zeit. man muss da wirklich auch drin lesen, wie leute in kurzform ihre story mit ihren hindernissen im leben erzählen und wie sie sie in journalform bearbeiten, ja: therapieren.
obwohl auch sehr ansprechende beispiele gezeigt werden, wird von vornherein klargestellt, dass es darum eigentlich überhaupt nicht geht! so ein eintrag braucht nicht “schön” zu sein, und er ist ja im prinzip nur für einen selbst.
pro vorgestellte person gibt es in der regel ein bis zwei doppelseiten, neben (erklärten) bildern und der story (in briefform) sind auch immer wieder kreative tipps eingestreut. (ich finde es übrigens sehr erfrischend, dass es sich hier auch mal um ein buch handelt, in dem mir nur wenige der teilnehmer bekannt sind… man kommt ja leicht auf die idee, die ganze welt der journal- & buchkünstler besteht nur aus einer handverlesenen truppe, die nur um sich selber kreiselt.)

ich bin zwar erst halb durch mit dem buch, kann aber jetzt schon sagen, dass ich es sehr empfehlen würde! die ersten beiden kapitel beschäftigen sich mit “emotional healing”, die zweite hälfte dann mit “physical healing”. am ende jedes der 4 kapitel steht ein “worksheet”, das einen nochmal zur reflexion anregt und anstoß bieten kann zum eigenen journal-führen.

ein beispiel möchte ich herausgreifen, das mich sehr angesprochen hat, weil es auch in der ausführung mal etwas anderes ist: eine reihe kleiner gläser wird beschriftet mit “wut”, “angst”, “depression” etc – dort hinein gibt man immer wieder ein kleines zusammengerolltes blatt zum thema, wenn es denn ansteht… man kann diese gläser auch sehr schön gestalten… aber darum gehts – wie gesagt – nicht primär…


i was really curious about this book – as i have a chronical disease (ulcerative colitis) for 20 years now, which really narrows my life and can be frustrating and depressing sometimes. so i hope i can take some personal use of the book and get such a journal started (which will not be for public, of course).

well… this book is (unlike the various artjournal-books published recently) NOT thought to flip through. you really have to dig into, to read the stories of the contributors, who tell their personal struggles with various issues and found relief and therapy through these journals.
though some interesting entries are shown, is is clearly stated from the beginning: that is not the main focus. it has not to be beautiful. it is a personal thing, you don´t have to prove artistic skills there.
there are one or two spreads per contributor, where you see a (commented) journal-entry, the story of their concern and some creative tips of the book author.

i´m only half-through with the book so far, but i can already say i would really recommend it!
the first two chapters deal with “emotional healing”, chapter 3&4 with “physical healing”. at the end of every chapter there is a “worksheet”, good for reflection and to get started by oneself.

i want to pick out one sample that was very appealing to me: instead of journaling into a book, pick a set of bottles and label them with words like “rage”, “anxiety”, “depression”… put rolled sheets into them, when you are in the mood to add something to this topic… of course you can decorate these beautifully – but that, as said, is not the point…

corey moortgat: the art of personal imagery

auf corey moortgat bin ich aufmerksam geworden durch einen artikel in somerset studio (jan/feb 08). ich hätte es dabei belassen sollen…

das buch beginnt wie der artikel mit der gleichen einleitung: viele leute benutzen in ihren collagen tausendfach wiederkehrend die gleichen vintage bildchen, zu denen man eigentlich keinen persönlichen bezug hat – heraus kommen collagen, die zwar hübsch anzusehen, aber in der regel nichtssagend und austauschbar sind. man solle doch statt dessen mit persönlichen fotos etwas gestalten, wozu man auch einen inneren bezug hat… damit hat sie bei mir voll einen nerv getroffen. schon länger frag ich mich, was das soll, wenn ich so – hmmm, ich sag mal belangloses zeug produziere.

(um gottes willen, natürlich darf jeder *just for fun and prettiness* werkeln wie er will… als grund für dieses hobby reicht ja schon einfach mal die möglichkeit zu haben, aus der realität *abzutauchen*.— und es ist ja gar nicht so… viele sachen, die man so in der blogwelt sieht, gefallen mir da durchaus… aber für mich selber frage ich einfach immer mehr nach dem sinn dahinter, ich mag mich einfach mehr auf sachen konzentrieren die mir persönlich etwas bedeuten… das klingt jetzt vielleicht komplizierter als ich es meine…)

jedenfalls: in der konzentrierten form des zeitschriftenartikels fand ich auch ihre beispiele recht ansprechend (sind natürlich die schönsten ihrer seiten dort versammelt). aber man hätte wirklich kein buch draus machen müssen. sie wiederholt bis zum geht-nicht-mehr ihr vogelkäfig-motiv (oder die form davon, salopp gesagt: schlampige gotikbögen). tipps für neues sucht man vergeblich, die bilder ihrer werke sind in der regel so selbsterklärend, dass man sich die step-by-step- instruktionen gerne hätte sparen können. ein einziger tipp hätte mir gefallen, ist aber nicht praktikabel: wo gibt es schon einen kopierer, mit dem man auf serviettenpapier kopieren könnte?? ich wüsste nicht…

aber der hauptgrund, warum ich das buch nicht mag, ist sicher ein persönlicher: ich mag ihre farben nicht!! und zwar gar nicht, und erst recht nicht in dieser massierung: alles in bonbon/eiscrem-farben, und zwar in relativ dreckigen tönen. (erst dachte ich, das ist nur bei den babyseiten so, die im buch sowieso überwiegen, aber auch bei erwachsenenseiten… da kommt dann vielleicht noch ein verschmiertes braun dazu, auch nicht der brüller). die dazu verwendeten scrapbookpapiere sind auch in diesem verwaschenen blümchenstil der 30er/40er-jahre (warum versetzt sie fotos des 21. jahrhunderts da hinein??). ich finde sie auch irgendwie lieblos/gedankenlos zusammengeschustert, so richtig spaß am werkeln will mir da nicht durchscheinen. (mein ganz persönlicher eindruck… ein babyfoto-layout sollte irgendwie fröhlicher wirken, finde ich.) ich finde das ganze in dieser anhäufung ziemlich fade, tut mir leid. und ich steh total auf grungy, geschmiere, geklekse!… aber das sieht für mich einfach schlampig zusammengepappt aus.

nun, wer konzentriert auf vintage und bonbonfarben steht und mal die gelegenheit hat, in das buch hineinzuschauen (zum kauf möchte ich hier mal nicht raten)… die geschmäcker sind auf dieser welt ja nun mal gott-sei-dank verschieden.

i saw an article about corey moortgat in somerset studio (jan/feb 08) – i should have left it at that…

book as well as magazine article start with the same intro: many people use the same vintage pictures over and over without having any personal relation to them. they produce “pretty” collages, often interchangeable, with no meaning behind… that touched a nerve at me… i often ask why i make what i make… seeking for more personal expression…
(not that it is wrong to make pretty things just for fun, to escape the realities of everyday life. and it is not that i can´t enjoy things just for their prettiness – but for my own work i´m striving after more…)

well, in the concentrated form of the magazine article i found her samples quite appealing (and the best are gathered there). but it wasn´t necessary to make a book out of that!! she repeats the birdcage-motif & -shape endlessly. looking for new tips: in vain. the pictures of her works look really self-declaring, no need to explain them step-by-step. one tip i liked is not practicable, at least for me: where is a copier that prints onto tissue paper??

but the main reason why i don´t like the book is a personal one for sure: i don´t like her colors!! not at all and not in that concentration: all is kept in bonbon/icecream-colors, in a bit dirty tones i would say. (first i thought it is only with the baby-pages, which are the main content of the book; but also the pages of adults… mayby some smeary brown added, not really appealing to me.) neither do i like the scrapbook-papers she uses… the same old washed out vintage style of the 30ies/40ies (why does she surround pictures of the 21th century with that??). quite some of that scraps seem to be mindlessly added (my personal impression… i just feel baby-layouts could look brighter and happier and more fun as they do). it looks somehow dull, fade to me. i really really love a grungy look, smearing, blotting… but that just looks a bit like sloppy-gluing to me.

well, if you like vintage and faded icecreamcolors and have the chance to look into the book – try. maybe your taste is totally different from mine. i personally wouldn´t recommend to buy it.

linda & laura kemshall: the painted quilt

schon seit längerem bin ich ein fan von den kemshall-quilts… immer wieder muss ich ihre webseite anklicken, weil mir ihre werke so gut gefallen – sowohl in der farbstellung als auch was ihre motive betrifft: mohnkapseln, raben, birnen…

nun hab ich mir ihr buch bestellt, in dem etliche ihrer werke nicht nur abgebildet sind, sondern wo sie auch den herstellungsprozess beschreiben. nicht dass ich da in ihre fußstapfen treten wollte, diesen aufwand werde ich sicher nicht betreiben… aber den ein oder anderen trick kann man vielleicht doch abschauen auch für kleinere stoffstückchen.

ich kann es kurz zusammenfassen: das buch ist eine augenweide!!

(dran bleiben: hab heute noch 3 weitere bücher von amazon bekommen, die ich nach und nach besprechen werde…)

for quite some time now i´m a fan of the kemshall-quilts… i frequently click their website to enjoy their beautiful work. i love the colors they use and the motifs like poppy seeds, raven, pears etc.

now i´ve bought their book in which you can´t only see some of their wonderful quilts, but where they also describe how they treat the fabrics… not that i will ever try to make a large quilt, but maybe i can use some of the tricks for a smaller piece of fabric…

to sum it up in short: the book is eyecandy & useful, too!

synopsis from amazon:

This book demystifies the process of colouring cloth using a variety of techniques including fabric paints, pastels, dyes, bleaches and transfers. It combines simple techniques to produce complex textile surfaces, and describes exactly how these effects are achieved with easy-to-understand step-by-step photographs and instructions.Many people have competent sewing skills but lack the confidence to create their own designs – this book will help them to explore their own creative potential to achieve effective and original designs.

(stay tuned: i´ve ordered three more books from amazon and will talk about them soon…)

art doll quarterly

eine der besten ausgaben dieser reihe bisher… randvoll mit halloweenigem, dem day-of-the-dead thema, der pink-artist-doll von monica magness, den schrägen artdolls von patricia anders… ein rundum gelungenes heft!
ich hab diese zeitschrift übrigens nur zum augenschmaus bestellt, ran trauen würde ich mich selbst an solche puppen nicht…

one of the best issues so far!! chockfull of halloweeny & day of the dead-stuff, the pink-artist-doll of monica magness, the odd dolls of patricia anders… so many of my favorite subjects!